Mittwoch, 5. Oktober 2011

Etoscha Teil 1

Nun seit lagem wieder Nachrichten von mir...
Inzwischen ist der Fruehling hier deutlich zu spueren, es wird tagsueber 30 Grad, nachts aber noch angenehm kuehl. Wir hatten auch schon den ersten Regen, die kleine Regenzeit, was war das fuer ein komischer Anblick, nach 2 Monaten Sonnenschein ploetzlich ein wolkenverhangener Himmel! Aber die erhoehte Luftfeuchtigkeit und die Kuehle waren echt eine willkommene Abwechselung.
Kurz bevor der Regen kam bin ich krank geworden - irgendein Virus. Der Vorteil an Namibia ist ja, dass es viele deutschsprachige Aertzte gibt. Die deutschsprachige Bevoelkerung ist in meinem Alltag zwar eher nicht praesent, aber auf dem Land ist dieses Ueberbleibsel aus der Kolonialzeit noch deutlich zu spueren, viele Farmer sind deutschsprachig. In Otavi, wo wir auf dem Weg in den Etoscha national Park rasteten, wurde ich im Supermarkt gar mit "Was darf's fuer sie sein?" angesprochen! Echt merkwuerdig.
Davon habe ich noch gar nicht erzaehlt: In den Augustferein hier war ich mit 4 anderen Freiwilligen im Etoscha National Park und am Waterberg Plateau. Von Windhoek aus machten Luise, Cata und ich uns in einem kleinen, gemieteten VW Polo auf den Weg in den Etoscha national Park. Schon in Windhoek machten wir uns Gedanken, wie wir ab Otavi zu fuenft in das Auto passen wuerden. Aber einmal dort angekommen merkten wir: Es ist eng, aber es geht. Von Alicia und Flo bekamen wir eine kleine Tour durch Otavi, die leeren Sandstrassen waren ideal um das Auto auszuprobieren. Doch als Alicia, das Auto noch nicht gewoehnt, mitten auf einer (leeren) Sandstrassenkreuzung abwuergte kam doch tatsaechlich die Traffic Control der Polizei und verlagte ihren Fuehrerschein und warum sei einfach stehen bliebe? Fazit der kurzen Kontrolle: "You must learn to drive safe!" ... Fotsetzung folgt, die Zeit laeuft mir davon! Ganz liebe Gruesse

Donnerstag, 8. September 2011

Achtung, Post!

Hier ein kurzer HInweis fuer alle, die mir Post hierher schicken wollen: Mit der Adresse, die ich am Anfang angegeben habe funktioniert es NICHT. Am Schalter wurde mir gesagt, dass Post ohne P.O.-Box-Angabe einfach wieder zurueck geschickt wird, aber das wird nach Deutschland ja kaum der Fall sein. Ich werde nach den Ferien (mein Projekt hat bis 11.09. zu) meine Chefin fragen, ob ich die P.O.-Box der Organisation mitbenutzen darf. Falls ihr mir schon Post hierher geschickt habt, schreibt mir bitte kurz eine Email und schreibt wann ihr den Brief ca. abgeschickt habt. Ich kann hier ein Formular ausfuellen und sie suchendann speziell nach dieser Post.

Sonntag, 21. August 2011

Swakopmund und der Alltag

Nun nach langer Zeit mal wieder Nachricht von mir! Ich sitze gerade in Swakopmund, einer Kuestenstadt hier in Namibia, bei Sekai, einer anderen weltwaerts-Freiwilligen, am PC. Meine erste Reise hier! Die Fahrt mit dem Minibus von Windhoek hierher dauert normalerweise 3-4 Stunden. Wir haben 5 gebraucht... :-) Die Fahrt war ziemlich anstrengend, da Luise ( die andere weltwaerts-Freiwillige aus Windhoek) und ich staendig von unseren maennlichen Mitreisenden angequatscht wurden. Als Europaerinnen in einem Minibus ist man halt eine ziemliche Attraktion. Naja, ich bin ja mal gespannt auf die Rueckfahrt... Dafuer haben wir aus dem Minibus eine Giraffe gesehen!!!
Hier in Swakopmund habe ich bei Sekai uebernachtet, die bei einer sehr netten Gastfamilie wohnt. Ihr Zimmer ist total toll eingerichtet, ich muss mir fuer mein Zimmer da echt was abgucken! Es ist hier ziemlich kuehl und windig, Meeresklima halt, und es ist einfach schoen mal am Meer zu sein. Die salzige Luft, die Wellen...
In Windhoek ist es immer sehr trocken ich muss mir jeden Morgen Gesicht und Lippen eincremen. Ich stehe morgens um halb 7 auf, genau wenn die Sonne aufgeht. Um halb 8 mache ich mich auf den Weg zum Supermarkt "Woermann and Brock" wo ich mit einer Kollegin abgeholt werde. Dabei laufe ich durch ein ausgetrocknetes Flussbett, mal sehen, wie das in der Regenzeit wird, da muss ich dann anders laufen! Mit dem Pick-Up fahren wir ganz an den Rand von Windhoek, wo die Schule und der Kindergarten sind.
Seit vorletzter Woche arbeite ich nun in der Schule und gebe mit einer Lehrerin zusammen Englisch, Mathe und "Environmental Studies", so was wie Sachkunde. Mittags helfe ich das Essen an Schul- und Kindergartenkinder zu verteilen. Nachmittags ist "Kids Club" fuer die Jugendlichen aus der Umgebung. Wegen der Abschlusspruefungen (naechste Woche gibt es hier Ferien), hat der Kids Club die letzte Woche aber nicht stattgefunden.  Jetzt muss ich los; Luise treffen und dann den Heimweg antreten. Ich hoffe ich aknn euch bald wieder schreiben, ich habe ja so viel zu erzaehlen aber leider weder im Projekt noch in derGastfamilie Internet... ganz viele Gruesse, Sophie


Montag, 1. August 2011

Jetzt bin ich nun schon 2 Wochen hier im sonnigen Namibia und endlich habe ich Zeit gefunden, mich in ein Internetcafe zu setzten und euch zu schreiben!
Noch denke ich jeden Tag wenn ich aufwache: "Ach, was fuer ein schoener Tag," bis mir einfaellt, dass hier jeden Tag die Sonne scheint, ausser in der Regenzeit. Das heisst aber nicht, dass es hier warm ist! Morgens ist es ganz schoen kuehl auch wenn die Sonne schon total blendet. Im Kindergarten verteilen wir Decken an die Kinder und sie bekommen warmen Griesbrei und Tee. Im Kindergarten (heisst hier play group) habe ich bis jetzt am meisten mitgearbeitet. Mit einer Erzieherin zusammen passe ich auf ca 20 Kinder auf, die an kleinen Tischen in einem Frachtcontainer sitzen.
Mein Projekt ist total nett, der Umgangston ist herzlich und alle machen staendig Spaesse und Lachen. Leider verstehe ich nicht immer worum es geht, weil viele hier untereinander Oshiwambo oder Afrikaans sprechen. Diese Woche war in dem Projekt  eine Familie aus den USA zu besuch, die das Projekt unterstuetzen. Das war ganz praktisch, weil wir alle zusammen in das Projekt eingefuehrt werden konnten. Sie haben dann in der Brueckenschule ausgeholfen, waehrend ich im Kindergarten war. Ausserdem war letzte Woche "Literacy Week", d.h. es gab Englischkurse fuer die Muetter der Kinder, die hierher kommen. Ich hab also taeglich eine Stunde Englisch gelesen mit einer Gruppe von 5 Frauen. Es hat total Spass gemacht. Die Frauen kommen aus der unmittelbaren Umgebung des Projekts wohnen also in zusammengeschusterten Blechhuetten. Die Strassen sind nicht geteert und es ist ziemlich staubig. Die Kinder glitzern alle, weil der Sandstaub von Glimmersteinen kommt. Auch die Strasse in der ich wohne ist nicht geteert, aber ueber mein Zuhause hier schreibe ich euch ein anderes Mal. Bis bald, viele Gruesse, Sophie

Mittwoch, 20. Juli 2011

Angekommen

Gestern Mittag sind wir mit etwas Verspaetung in Windhoek gelandet. Von oben ist Namibia vor allem eins: kahl. Nur niedrige Buesche und ab und zu ein etwas ausgetrockneter Fluss sind zu sehen, manchmal Haeuser. Auf der Fahrt zum Guesthouse, wo wir die erste Woche verbringen, sehen wir fremde Voegel, Strausse und Paviane. Die weltwaerts-Koordinatorinnen hier in Windhoek sind echt nett und wir verbringen den restlichen Tag mit ihnen beim Essen und Kennenlernen. Spaeter gehen wir noch einkaufen, denn abends muessen wir selber kochen. Ich bin ueberrascht, dass hier so viel Afrikaans gesprochen wird. Geht man in ein Geschaeft, spricht man die Leute auf Afrikaans an, sie koennen aber auch Englisch. Jetzt will die Cata auch noch an den PC also lasse ich sie mal dran. Bis bald, viele Gruesse, Sophie

Mittwoch, 13. Juli 2011

Genauere Infos

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich noch gar nichts über meine Unterbringung geschrieben habe... Ich werde bei einer namibischen Familie in Katutura, einem Stadtteil von Windhoek leben. Dort habe ich mein eigenes Zimmer und kann Küche und Bad mitbenutzen. Das heißt, dass ich die namibische Kultur hautnah und rund um die Uhr erleben werde! Es wird sicher sehr spannend werden.
Die genaue Adresse habe ich aber noch nicht, deswegen schreibt mir doch vorerst an diese Adresse:

NACHNAME, Vorname   (aus Datenschutzgründen möchte ich meinen ganzen 
General Delivery                  Namen hier nicht hinschreiben,
Main Post Office                 aber ihr wisst ja wie ich heiße)
Windhoek
Namibia

Ein tolles Seminar

Am Sonntag bin ich vom Vorbereitungsseminar zurück gekommen, voller neuer Eindrücke, Anregungen und Erfahrungen. Dass ich erst heute davon berichte, liegt an unserem Internet, dass leider bis vorhin gestreikt hat! =)
9 Tage lange habe ich mit meinen Mitfreiwilligen verbracht, nicht nur mit Leuten die nach Namibia gehen, sondern auch in andere Länder und wir hatten echt viel Spaß. Dank einem tollen Team aus Seminarleitung und TutorInnen habe ich nun viel gelernt über meine Rolle als Freiwillige, globale Zusammenhänge, die GIZ, aber auch über Gesundheit und natürlich Namibia!
In unserer LAG (Länderarbeitsgruppe) Namibia waren wir 10 Leute, insgesamt sind wir 12, die zusammen ausreisen. In Windhoek werden wir nochmal 5 Tage zusammen ein Seminar haben, bevor wir in unsere Projekte gehen. Wir werden also die ersten Schritte gemeinsam gehen. =) Auf das Seminar freue ich mich schon sehr!
Aber vorher muss ich noch die letzten Sachen erledigen...